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Übersicht Gesamtprozess

ProLeiS ist eine gesamtheitliche Softwarelösung für die komplexen Produktionsprozesse in der Einzelfertigung des Werkzeug- und Formenbau. Sie integriert und unterstützt die in der Fertigung relevanten Unterprozesse vollständig, um ein intelligentes Zusammenspiel zu gewährleisten. Dadurch wird der Gesamtprozess optimiert.

Der modulare Aufbau und die fortschrittliche Softwarearchitektur erlauben eine flexible und sehr passgenaue Angleichung an den Prozess des jeweiligen Kunden. ProLeiS arbeitet dabei ebenso vielschichtig, wie es der moderne Fertigungsprozess auch ist. Von beispielsweise der Anbindung und Fertigungsdatenversorgung der Maschinen auf Shopfloorebene bis zur Fertigungsplanung. Die Steuerung der gesamten Logistik bis hin zu betriebswirtschaftlichen Betrachtungen wie der Kapazitätsauslastung, Termintreue oder Wirtschaftlichkeit in nahtloser Skalierbarkeit.

Prozessbausteine / Module

Langfristige Vor- und Auslastungsplanung

Im Rahmen der Vorplanung gestattet es ProLeiS dem Benutzer, auf einfache Art und Weise eine kapazitative, strategische Ausplanung der zur Verfügung stehenden Ressourcen für kommende Projekte zu erstellen. Dabei werden für die schnelle und präzise Vorplanung standardisierte Herstellungsverfahren in Form von ProLeiS internen Vorlagen verwendet. Die notwendigen Kapazitäten werden automatisiert über die Vorlagen ermittelt und das geplante Budget errechnet und veranschlagt.

Mit näherrückender Umsetzung kann die Vorplanung stufenweise, vom vollständigen Fertigungsumfang über die Liste der inhouse produzierten Teile bis zu den Betriebsmitteln, heruntergebrochen werden.

Durch das Vorplanungsmodul kann sich der Anwender schnell einen Überblick über die zukünftige Auslastung der Ressourcen verschaffen. Damit kann die Realisierbarkeit von etwaigen zusätzlichen Fertigungsprojekten geprüft und die langfristige Auslastung des Betriebsmittelbaus geplant werden.

CAD Integration mit automatisierter Stücklistenableitung

Über die etablierten Schnittstellen zu CAD Systemen wie Dassaults CATIA oder Siemens NX extrahiert ProLeiS direkt aus dem CAD Datenmodell die notwendigen Informationen über die Stückliste. Daraus erstellt es eine hierarchische Struktur, die die Grundlage für die weitere Feinplanung und das Fertigungsdaten- und Freigabemanagement bildet. Daraus wird im weiteren Verlauf eine fertigungsorientierte Struktur gebildet.

Durch den automatisierten Import der CAD Datenmodelle in ProLeiS werden diese mit sehr geringem Aufwand in das ProLeiS Fertigungsdatenmanagement übertragen.

CAD- / CAM Schittstellen

Fertigungsdatenmanagement

Mit Hilfe des revisionssicheren Fertigungsdatenmanagements in ProLeiS werden alle Fertigungsdaten in versionierter Form erfasst. Allen beteiligten Personen wird stets aktuelle Version bereitgestellt und eine erweiterte Freigabemechanik gewährleistet eine erhöhte Prozesssicherheit.
Paralleles Arbeiten an verschiedenen Strängen der CAD/CAM Dokumente kann ProLeiS dabei über eine mehrdimensionale Fertigungsverwaltung abbilden. Dabei unterstützt, sichert und optimiert ProLeiS auf diese Weise den dokumentbasierenden Arbeitsfluss. Die erfassten Dokumente und Fertigungsdaten sind ganzheitlich und konsistent im Prozess verfügbar, von der Konstruktion bis hin zur Maschine.

Feinplanung Fertigung

In der Feinplanung wird auf die Struktur, die auf Basis des CAD Datenmodells erzeugt wurde, aufgesetzt. Mit Hilfe von standardisierten Herstellungsverfahren, die dem Feinplaner ProLeiS intern jederzeit zur Verfügung stehen, können skalierbar von der Einzelposition bis zum Gesamtprodukt automatisiert Produktionspläne erstellt werden. Diese umfassen beispielsweise die CAD-CAM-Vorgangsketten ebenso wie die Materiallieferungen oder die Logistik.

Die Feinplanung mittels ProLeiS verzahnt dabei die Arbeitsvorgänge mit den Meilensteinketten des jeweiligen Produktionszyklus. Daraus wird, durch automatisierte Terminierungsfunktionen, eine idealer, ressourcenorientierter Herstellungsprozessplan, nach den vorgegebenen Regeln des Anwenders, errechnet.

Steuerung Fertigung

Die Steuerung fußt auf die in der Planung erstellten Arbeitspläne. Diese werden mit zusätzlichen Adhoc Umfängen erweitert und umfassen das gesamtheitliche Workflowmanagement. Dazu zählen erweiterte Freigabemechaniken ebenso wie Vorgänger-Nachfolger-Beziehungen und die Erfassung der Fertigungsfortschritte der Arbeitsvorgänge.

ProLeiS erfasst externe Abhängigkeiten wie etwa fremdvergebene Arbeitsschritte und lässt diese in die Vorgangs- und Meilensteinkette der Fertigung einfließen. So werden beispielsweise Nachfolgeprozesse erst dann freigegeben, wenn der Wareneingang bestätigt worden ist.

Mit Hilfe des Leitstands bereitet Proleis den Arbeitsvorrat über alle Ressourcen übersichtlich auf und erlaubt eine akkurate Beurteilung der kapazitativen Auslastung. Die Controllingfunktionen für die Fertigungssteuerung erlauben eine schnelle Identifizierung von aufkommenden Problempunkten und gewährleisten so den reibungslosen Ablauf in der Werkstatt.

Automatischer Kapazitätsabgleich

Zur idealen Auslastung der Ressourcen, insbesondere dem Maschinenpark, gleicht ProLeiS vollautomatisch die vorhandenen Kapazitäten ab und errechnet dabei den idealen Fertigungsplan. Dabei berücksichtigt ProLeiS alle Besonderheiten und Regeln, um beispielsweise festgelegte Terminvorgaben nicht zu gefährden. Sollten sich nicht automatisch aufzulösende Konflikte ergeben, visualisiert ProLeiS diese dem Benutzer. Der Benutzer kann daraufhin verschiedenen Lösungsansätzen wie etwa erweiterten Schichtbetrieb, eine Fremdvergabe oder Wochenendarbeit evaluieren und die bestmögliche Lösung wählen.

Integration Beschaffung

Der Beschaffer kann auf Grundlage der von ProLeiS generierten Stückliste seine Beschaffungsprozesse standardisiert und termingerecht auslösen. ProLeiS bedient dazu automatisiert Schnittstellen zu den gängigen Beschaffungssystemen, um die beschaffungsrelevanten Daten für die weiteren Beschaffungsabläufe aufzubereiten.

Ebenso erfragt ProLeiS bei den angebundenen Beschaffungssystemen den aktuellen Status der Beschaffungsvorgänge und integriert diese Informationen vollständig in die Fertigungssteuerung.

Materialflusssteuerung

ProLeiS begegnet mit einer effizienten Materialflusssteuerung vom Wareneingang bis zur Produktfertigstellung den logistischen Herausforderungen des gesamten Fertigungsprozesses. Die vollständige Integration unterstützt dabei auch moderne scannerbasierende Eingabesysteme und reduziert Bedienungsfehler und Aufwand somit auf ein Minimum. Aus der Feinplanung und dem aktuellen Lagerort eines jeden Bauteils werden notwenige Transportvorgänge abgeleitet.

Früher oftmals entstandene Zusatzkosten durch Suchzeiten oder falsches Material werden auf diese Weise eliminiert.

CAM Integration

ProLeiS integriert nahtlos CAM Softwaresysteme und stellt darin die fertigungsrelevanten Metadaten (beispielsweise den Arbeitsvorrat einer Ressource) ebenso wie die Fertigungsdaten selbst (CAD Datenmodell, CAM, NC) dar. So werden die Nähte zwischen CAD, CAM und NC, ohne die üblichen Probleme an den System- und Prozessgrenzen, verschmolzen. Dadurch sinkt der Aufwand und die Prozesssicherheit steigt.

Alle erzeugten Daten werden über die ProLeiS Fertigungsdatenverwaltung erfasst, versioniert und sind – Datenfreigabe vorausgesetzt – sofort an den Maschinen verfügbar. Die Gefahr einer Bearbeitung eines Bauteils mit einer falschen Version der Fräsdaten wird somit enorm gemindert.

Integration Shopfloor

In der Werkstatt läuft die Vorarbeit aus den anderen Modulen von ProLeiS intelligent zusammen und sorgt dafür, dass das richtige Material mit der richtigen Maschine und dem richtigen Datenstand zum richtigen Zeitpunkt bearbeitet wird. Auf diesem Wege wird eine effiziente Auslastung bei größtmöglicher Termintreue gewährleistet.

Über DNC bindet ProLeiS den Maschinenpark direkt in das System ein und erlaubt es, mittels Mausklick ein Programm aus der Fertigungsdatenverwaltung direkt an die jeweilige Maschine zu senden. ProLeiS unterstützt dabei ein großes Spektrum von Schnittstellen der jeweiligen Maschinenhersteller, um alle Maschinen gesamtheitlich in das System einzubinden. Der Benutzer kann alle notwendigen Daten zu dem jeweiligen Arbeitsschritt schnell und gut sortiert einsehen.

Diese Datendurchgängkeit ermöglicht ein schnelles Reagieren auf Änderungsanforderungen. Mit nur einem Mausklick kann der ganze Fertigungsprozess für den ungültigen Datenstand gestoppt werden - von der Konstruktion bis hin zur Maschine.

Betriebsdatenerfassung

Mit einer integrierten Betriebsdatenerfassung extrahiert ProLeiS direkt nach der Abarbeitung eines Arbeitsvorgangs alle relevanten Informationen. Diese fließen in sinnvoll gefilterter Form zurück in die anderen Module für eine weitere Analyse, Bearbeitung und stete Prozessverbesserung.

So werden durch das direkte Feedback beispielsweise die standardisierten Vorlagen für den Herstellungsprozess präzisiert. Die optional verdichteten Aufwände werden an die angebundenen ERP Systeme zurückgemeldet und auftretende Probleme auf einfachem Wege erfasst. Außerdem wird eine exakte statistische Betrachtung der Fertigungsprozesse in den Auswertungsmodulen ermöglicht.

Problemerfassung

ProLeiS bietet die Möglichkeit, Vorfälle in der Fertigung sehr schnell dort zu erfassen, wo sie aufgetreten sind. Sich wiederholende Probleme durch eine sinnvolle Aufbereitung sicher zu erkannt und können über eine Priorisierung kurzfristig abgestellt und langfristig gelöst werden.

Das erlaubt neben der reinen Problembeseitigung eine stete Verbesserung eines komplexen Prozesses. Daraus folgt eine Problemvermeidung im Vorfeld, eine höhere Effizienz und gesteigerte Planungssicherheit.

 

Begleitende Prozesskontrolle und Analyse

Durch die Abbildung des Gesamtprozesses in ProLeiS wird eine ganzheitliche Datenbasis geschaffen, auf deren Grundlage ProLeiS eine Vielzahl von Auswertemöglichkeiten für eine vielschichtige und sehr gut skalierbare Betrachtung der Fertigungsabläufe zur Verfügung stellt. Die Auswertemechanismen betrachten dabei Echtzeitdaten ebenso wie aggregierte Daten, die im ProLeiS Datawarehouse für einen schnellen Zugriff auf sehr umfangreiche und komplexe Datenstrukturen abgelegt wurden.

Die Auswertung stellt sinnvoll zusammengefasste Informationen über den Ablauf des ganzen Fertigungsprozesses ebenso wie spezieller Produktionsabschnitte unter Berücksichtigung verschiedenster Kriterien dar und erlaubt Rückschlüsse über Optimierungspotenziale.

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